Isabella Spiegel instandsetzen

25 Dez 2022 16:45 - 25 Dez 2022 18:05 #48974 von 369600coupe
Isabella Spiegel instandsetzen wurde erstellt von 369600coupe
Hallo zusammen,

wahrscheinlich kennen einige das Thema. Da findet man den eigenen Rückfahrspiegel in einem Zustand vor, der eine Fixierung nicht mehr zulässt, da jemand zuvor (oder man selbst?

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) meinte, man müsse die Funktion der Schrauben auf der Rückseite mal grundsätzlich inspizieren und auch komplett lösen.

 

Einige dieser Spiegel sind dann anschließend auch so in manchen Angeboten wiederzufinden, da dadurch der Spiegel nicht mehr zu fixieren und damit unbrauchbar geworden ist, weil die Schrauben kein Gegengewinde mehr vorfinden.
Grund: Die Muttern im Inneren sind nicht gesichert und fallen direkt ins Spiegelinnere, ohne Chance von außen jemals wieder greifbar oder erreichbar zu sein.
Was tun?
Ich habe mir so einen Fall bei menem Coupe mal zur Brust genommen und das Risiko mal auf mich genommen, ggf. auch zu scheitern. Was man vorfindet ist ein Spiegelglas was allseits über das Alugehäuse über eine Bördelung gefasst und damit gehalten scheint. Ein Kleber scheint nicht beteiligt zu sein.

Meine Vorgehensweise:
  • Mit einem dünnen Cuttermesser, im Winkel der Abkantung(Bördelung), einstechen und den kompletten Umfang zwischen Glas und Gehäuse abfahren.                 (Damit werden alle Schichten, falls doch ein Klebebett existieren sollte, sowieso getrennt)
  • Das Alugehäuse biegt sich hier im ersten Schritt schon mal leicht vom Spiegelgehäuse weg, reicht aber noch nicht um das Glas zu entnehmen.
  
  • Im zweiten Schritt den Vorgang mit einem stumpfen, mittleren Schraubenzieher wiederholen, damit sich das Gehäuse weiter aufspreizt, bis man das Gefühl hat entsprechen genug Platz geschaffen zu haben, um das Glas auszuhebeln.
  • Aber Achtung! Jetzt den Schritt vermeiden, bei dem ich selbst das Gehäuse leicht eingerissen hatte. Nicht mit einen Schraubenzieher oder ähnlichem versuchen das Glas gegen das Gehäuse als Abstützung auszuhebeln. Das dünne Alu verzeiht mechanisch und optisch nichts und das Spiegelglas klemmt doch relativ stramm!
  • Vorschlag: Besser das Spiegelglas mit einem geeigneten Saugnapf, oder auch zweien (Handtuchhalter o. ähnl.) fixieren und darüber Zug ausüben um es gelöst zu bekommen.                                                                                                                                                                                                                             Ideal wäre einen Helfer, um das Gehäuse zusätzlich an neuralgischen Stellen (enge Radien) geweitet zu halten. Man wird schon sehen wo es sich zuerst anhebt und setzt dann entsprechend nach.                                                                                                                                                                                                 Das Spiegelglas zeigte sich als gut unempfindlich und stabil, trotzdem natürlich vorsichtig agieren, sonst erübrigt sich alles Weitere. 
  • Hat man das nun geschafft, kann man Spiegelglas und die dahinter befindliche Wellpappe entnehmen,
 

         und sieht schnell die Ursache des Aufwandes vor sich, nämlich die lose Klemmplatte und eine oder auch zwei kleine M4er Muttern, die im Gehäuse Vagabundieren, was
         nun schnell auch wieder zu beheben ist.

 

         Sicherheitshalber, habe ich die zwei Muttern nun je mit einem kleinen Schweißpunkt versehen, für den Fall der Fälle.
  • Nun das ganze wieder fügen und mit einem stumpfen Gegenstand (Heft vom Schraubenzieher, oder besser mit einer mittelharten Gummirolle) den Rand des Spiegelgehäuses gegen das Spiegelglas sauber andrücken und wiederholend über den ganzen Umfang solange bis alles zum Originalzustand passt (geringe Abweichungen werden wohl immer bleiben) und das Glas sicher gehalten wird.
Dem Einleger „Wellpappe“  kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Darüber wird das Spiegelglas in seine steife Endlage, d.h. gegen die Bördelkante gedrückt.Für die Montage heißt dies, dass man das Glas während des Bördelns stramm mit den Fingern niederhält, damit sich wieder ein guter Halt ergibt. Damit wäre der Spiegel gerettet und je nach Qualität der eigenen Arbeit, auch annähernd unsichtbar vollbracht.

 

Dann klappt’s auch wieder mit der Rücksicht, im doppelten Sinne!

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Schraubergrüße

Rolf

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