Lenkung leckt
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Lenkung leckt
17 Juni 2026 21:14 - 17 Juni 2026 21:15Ich habe es hier mit einer ZF - Gemmer - 16; Herstellungsdatum 7/1960, zu tun.
Zunächst habe ich sie ausgebaut - und unser lokaler Lager - und Simmerringmann hatte die passenden Dichtringe sogar alle vorrätig. Die kosten nur Kleinstbeträge.
Dann kam die schlimmste Arbeit : Lenkhebel abziehen.
Der wollte - wie üblich - nicht runter. Heiß machen kommt da ü b e r h a u p t nicht in Frage - und mit dem Hammer geht man ganz weit weg.
Also erstmal in Diesel eingeweicht - und jetzt ist er, mit passendem Abzieher, runter. Die 30er Kronenmutter hatte ich schon im eingebauten Zustand gelöst - da liegt der Lenkhebel schön am Gummi an - und s o fest saß sie gar nicht.
Das ist der Löwenanteil der Arbeit, denn der Rest ist ein Kinderspiel. Kontermutter für Einstellung ab, Einstellschraube reindrehen ( geht n u r nach unten raus ! ) - dabei kommt gleich der Deckel. Da der ziemlich verdreckt war - ab in den Ultraschall damit. Keine Lust, das von Hand zu machen ( und außerdem wartet da ein Tank für den Lloyd auf Vorbereitung zur Montage ).
Da die Markierungen am Flansch nicht übereinstimmten, habe ich mir sicherheitshalber noch eine Markierung gemacht. Schnecke nach oben herausziehen.
Den vorderen Deckel mit Rohr raus - schon sieht man den Lagerkäfig. Der sitzt meist nicht fest - zärtlicher Klaps mit dem Plasthammer, schon kam er mit Kugellaufrring heraus - und die ganze Spindel mit.
Jetzt kann man alle Dichtringe prima entfernen. Die originalen Dichtringe hatten noch Blechkäfige - müssen sie nicht haben.
Ich frage mich immer, wie die angeblich " überholten " Lenkungen aussehen - was kann man schon tun ? Neue Laufringe und Kugelkäfige; das war es, weil es weder Spindeln noch Schnecken gibt. Und man nicht einmal weiß, wie was zerlegt wurde. Danke, mein Leben ist mir wertvoll ( auch, wenn Louis XVI. vielleicht sagen würde : " Je n'en vois pas la nécessité ! " ) - und die Dichtringe sind nun wirklich nicht teuer.
Was außer neuer schwarzer Sprühdosenlackierung würde man also für viel Geld kaufen ...?
Weiter : die Spindel und Schnecke waren nicht sehr eingelaufen; gesäubert und leicht überarbeitet - das hält für den Rest meines Lebens.
Morgen reiche ich einige Photos nach, wie das im Einzelnen aussieht. Zur Not habe ich ja noch neue Spindeln...und Kugelkäfige und Laufringe, hüte ich aber wie meinen Augapfel. Erneuert wird nur, was absolut klinisch tot ist....kennt man von Borgward ja.
Da ja die Teilesituation ach so gut ist.
Also morgen mehr....
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- Fahr lieber Lloyd
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Re: Lenkung leckt
18 Juni 2026 21:23Bitte anmelden oder registrieren um das Bild zu sehen.
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Interessant ist vor allem das Bild mit dem Röhrchen - mit meinem Wagen im Hintergrund. Da hilft kein neuer Dichtring mehr - da der originale Ring sich deutlich eingearbeitet hat, wird es schwieriger. Dieses Röhrchen führt die Hupenkabel durch das Lenkgetriebe - aber s o kann ich es nicht lassen. Ich überlege, ein Röhrchen ( Durchmesser ist 9 mm ) anzufertigen; dann das alte Röhrchen zu entfernen und das Ganze wieder hartzulöten.
Schweißen und Abdrehen ist bei der geringen Wandstärke eine komplizierte Sache.
Das letzte Bild ist unscharf - ich mache es morgen noch einmal. Es zeigt den Deckel mit der Mutter für die Einstellung. Wer auf den Lenkhebel drischt, zerstört das Gewinde - und u.U. auch den Deckel !
Fällt der ganze Laden herunter, so blockiert die Lenkung-
Das hatte ich in meinem Leben schon 2 x - allerdings bei einem minderwertigen süddeutschen Fabrikat, das ich damals leider fahren mußte. ( Ja; mußte - freiwillig hätte ich das nicht getan ! )
Ein drittes Mal brauche ich nicht - und schon überhaupt nicht am Borgward.
Da ja die Teilelage für die Isabella so gut ist, wie mir manche Leute weismachen wollen, sollte es ja kein Problem sein, sowas zu bekommen..haha.
Natürlich kann man auch von ominösen Händlern etwas teuer kaufen - nur : ob die sich überhaupt diese Gedanken gemacht haben - und was als Lösung gemacht ?
Ich werde jetzt eine Kleinserie angehen - 5 Lenkungen stehen auf dem Programm. ( auch P 100 )
Da das Röhrchen zur Spindel Spiel hat - und der Ölstand höher sein sollte, als die Position des Dichtringes, findet das Öl immer seinen Weg nach draußen.
Ist zu wenig drin..dann leckt es dort auch nicht mehr. Aber gut ist das nicht....
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- Farmer-mit-Kramer
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Re: Lenkung leckt
19 Juni 2026 12:27Zeig uns doch bitte später noch, wie Du das Problem mit dem eingelaufenen Röhrchen für`s Hupenkabel gelöst hast.
Matthias
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- Fahr lieber Lloyd
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Re: Lenkung leckt
19 Juni 2026 20:42Sicherheitshalber sehe ich mir gleich noch ein paar andere Lenkungen an.
Die Nächste - heute auf der Werkbank gelandet - ist ulkigerweise im Oktober 1971 gefertigt worden - muß also eine AT - Lenkung sein.
Das heißt aber keineswegs, daß sie besser ist...
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- Gillian
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Re: Lenkung leckt
22 Juni 2026 16:42 - 22 Juni 2026 17:01wie wäre es denn, das vorhandene original Röhrchen halbwegs; oder 1/3 , (also "irgendwo ind er Mitte") das Röhrchen trennen und das freie Stück umgekehrt mittels eine dünne (anzufertigen) Buchse *** )aus (Messing z.B.) wieder zusammen Löten (mit Weichlot wegen der Hitze); dann entsteht ein neues Ende für den Dichtring!
Keine lange suche nach ein passendes Rohr usw.
Wenn es gescheit gemacht wird kann es in Zukunft noch mal so gemacht werden und mit den wenigsten Aufwand.
Ich höre gerne,
Viel Erfolg, mfrGr. Gillian
***) ein Stückchen Kupferrohr aus dem Klempnerbereich von 11mm Durchmesser mit eine Wandstarke von 1mm könnte schon reichen, oder eine Verbindüngs-Löt-buchse ausdrehen auf 9 mm. u.v.m.
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- Fahr lieber Lloyd
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- Hartmut_STA
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Re: Lenkung leckt
22 Juni 2026 21:51Gruß
Hartmut_STA
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Re: Lenkung leckt
22 Juni 2026 22:00Bitte die Kirche im Dorf lassen.
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- B 2000 Diesel
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Re: Lenkung leckt
23 Juni 2026 05:52 - 23 Juni 2026 06:46Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Bruno 52
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Re: Lenkung leckt
23 Juni 2026 14:02hatte genau das gleiche Problem.
Mein Tipp:
Habe statt Getriebeöl Fließfett eingefüllt.
Ich habe seither ein trockenes Lenkgetriebe und alles ist gut....
Noch eine kleine Bemerkung :
Ich komme übrigens auch aus dem Süden Deutschlands wie der Weltmarktführer ZF Friedrichshafen.
Viele Grüße
Bruno 52
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- B 2000 Diesel
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Re: Lenkung leckt
23 Juni 2026 15:38Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Hartmut_STA
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Re: Lenkung leckt
23 Juni 2026 16:06Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- borgideluxe
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Re: Lenkung leckt
23 Juni 2026 17:37Schorsch hat Recht!Die Diskussionen Fliessfett hatten wir hier schon mal. Fazit damals. Niemals Fliessfett da irgendein Lager keine schmierung bekommt.
Die Idee stammte damals von Reinhold Stern. Der hatte hierzu sogar einen Einfüllschraube mit einem Nippel für die Fettpresse gefertigt.
Hab das damals bei meiner Limo auch verwendet. Natürlich war es soweit dicht.
Es hat sich aber herausgestellt, dass es keinen Sinn macht, da das obere Lager keine Schmierung bekommt und trocken läuft.
Ein undichtes Lenkgetriebe sollte man m.E. neu abdichten und ggfl. überholen lassen
Wenn ein Getriebe Sabbert, wird auch kein Mensch auf die Idee kommen Fett einzupressen sondern das Getriebe neu abdichten.
Das war damals jedefalls meine Erkenntnis.
Jetzt fahre ich mit dichtem Lenkgetriebe, welches mit Hypoide- Getriebeöl aufgefüllt ist.
Da in der Regel das Röhrchen für die Kabelführung eigentlich immer kaputt rostet, wäre m.E. ein 9 mm Edelstahlröhrchen wohl am Sinnvollsten.
Meine Meinung.
Gruß
Joachim
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- habre16
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Re: Lenkung leckt
23 Juni 2026 18:17 - 23 Juni 2026 18:28Egal ob man in der Nähe von ZF wohnt oder woanders.
ZF hat in 2014 die Lenkgetriebe Produktion veräußert.
Der neue Besitzer die Maschinen für die Gemmer Lenkungen und Werkzeuge sofort verschrottet. Da ist also keine Hilfe in Aussicht.
Zu dem ZF Gemmer. Es gibt zwei verschiedene Versionen. Die Erste hat ein ganz kurzes Röhrchen, der Wedi sitzt auch von unten. Diese Röhrchen sind nur bei Wassereinbruch beschädigt.
Das Getriebe erkennt man von Außen. Die Einstellschraube ist 14x1,5 .
Die Zweite Version bis Ende hat dieses lange 9x1mm Ölstandröhrchen. Der Wedi sitzt oben. Durch leichte Schiefstellung und Rostbefall ist dieses Rohr oben eigentlich immer einseitig durchgenudelt.
Dadurch kann leider Spritzwasser ins Innere gelangen. Eine äußere Muffe mit 11mm kann sich in der Schneckenwelle festsetzen. Eine Innere Muffe ist möglich.(Habe das 1mal so gemacht)
Dann passen aber nur 1,5Quadrat Kabel durch.
Bei über 50 Lenkgetrieben habe ich ein gezogenes 9x1 Va Rohr genommen. Dann mit einem aufgebohrten Hydraulikstutzen von außen in den zentrich ausgebohrten Deckel eingepasst.
Der muss dann ganz genau im Drehfutter auf Winkeligkeit geprüft werden. Sonst wird der neue Wedi gleich einseitig belastet.
Unbedingt die obere Hülse der Schneckenwelle von außen und innen auf Rostschäden überprüfen. Oft hat sich der Gehäuse Simmering in der Hülse eingearbeitet.( Bruchgefahr).
Da die Ersatzteil Situation für diese Lenkgetriebe äußerst angespannt ist, gleich Null , habe ich es aufgegeben , Diese instand zu setzen !
Zu der Idee Fett zu nehmen wie in den Traktorkreisen.
Bei Allen mir unter die Hände gekommenen Lenkgetrieben die mit Fett gefüllt waren, waren die Lagerbuchsen der Rollenwelle einseitig eingelaufen.
Die obere im Deckel ganz hinüber.!
Die bekommt nur durch die kleine seitliche Bohrung unterhalb der Öleinfüllschraube Öl ab. Unter der Vorraussetzung der Ölstand reicht bis zu der Unterkante Dieser.
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- Fahr lieber Lloyd
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Re: Lenkung leckt
23 Juni 2026 20:38Da ich nicht zum ersten Male in meinem Leben löte - eigentlich schon länger, als mir lieb ist - traue ich mir ein sauberes Löten durchaus zu. Wobei ich der Version 9 x 1 VA den Vorzug gebe. Warum ? Ich habe die Spindelbohrung nachgemessen - 11 mm hat man nicht zur Verfügung; es ist weniger. Das mit der 11 - er Buchse scheidet daher aus. Aber es war zumindest ein konstruktiver Ansatz.
An sich war das von Anfang an mein Gedankengang - wie schon oben beschrieben.
Auch die Situation bei ZF ist mir bewußt - und wenn selbst Habre vom Überholen von Lenkungen Abstand nimmt - wer, bitte, macht es d a n n ?
Ja; der Osterhase, schon klar.
Übrigens : ist dieses Rohr auch ab Werk verlötet. Punkt. Und ich kann mir mehr Zeit nehmen, als die Arbeiter bei ZF damals hatten !
Cassandrarufe ohne Ideen halte ich für wenig zielführend.
Fließfett : nein. Ich kenne das Problem auch von der Lloyd - Lenkung, welche u n b e d i n g t nach 140er Öl verlangt.
Mein Dreher kommt am Sonnabend vorbei - vielleicht hat er ja direkt eine Quelle für solches 9 mm - Rohr.
Übrigens : man kann auch aus lauter Angst vor dem Tode vergessen zu leben. Oder nie wieder zu Bett gehen, weil dort die meisten Leute sterben.
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